Public Key Kryptographie
3. Juni 2009
Die Public-Key Kryptographie ist das Gegenstück zur symmetrischen Kryptographie. Bei der Public-Key Methode wird ein Schlüssel zur Verschlüsselung und ein Schlüssel zur Entschlüsselung verwendet. Der Schlüssel zum Verschlüsseln ist meistens öffentlich und einfach zu berechnen. Dagegen ist es sehr schwierig einen Schlüssel zum Entschlüsseln zu berechnen, dieser wird dann auch privater Schlüssel genannt.
Das Prinzip basiert auf Einweg Hashfunktionen mit Hintertür. f(x) ist leicht zu berechnen (öffentlicher Schlüssel), wohingegen x schwer zu berechnen ist. Kennt man jedoch das geheimniss y (die Hintertür in der Einweg Hashfunktion oder der private Schlüssel), so ist es ganz leicht x wiederherzustellen.
in der Praxis sind Public-Key Algorithmen kein Ersatz für die symmetrischen Algorithmen. Sie werden viel mehr zur Verschlüsselung von Schlüsseln verwendet, da:
1. Public-Key Algorithmen sehr langsam sind, symmetrische Algorithmen sind in der Regel tausend mal schneller.
2. Public-Key Algorithmen sind sehr anfällig für chosen-plaintext Angriffe. Da der Schlüssel zum Verschlüsseln von Nachrichten öffentlich ist, kann er alle Möglichen Klartexte verschlüsseln und diese mit dem Chiffretext vergleichen. Er wird zwar nicht auf den privaten Schlüssel kommen aber auf den Klartext zum dazugehörigen Chiffretext.
leumi